Allgemein


Das Judentum (hebr. Jahadut) besteht aus jüdischer Religion, Tradition und jüdische Lebensweise, Philosophie und Kultur. Jude zu sein versteht sich sowohl als Angehörigkeit zu einer Konfession, aber noch mehr zu einer Zugehörigkeit zur Gesamtheit des Jüdischen Volkes. 


Die jüdische Religion ist die älteste der monotheistischen abrahamitischen Religionen. Sie kennt nur einen einzigen G´tt.  Sie hat eine Geschichte von mehr als 3000 Jahren, in denen sie sich entwickelt hat.


Man ist Jude, gleich welcher Ausrichtung, ob nur liberal, konservativ oder orthodox mit weiteren fast unüberschaubaren Unterteilungen. Desweiteren verstehen sich Juden als aschkenasisch oder sephardisch. Aschkenasische Juden sind alle nord- und osteuropäische Juden und ihre Nachfahren, Sephardische Juden verstehen sich als Juden und ihre Nachfahren, die bis zu ihrer Vertreibung 1492 und 1513 auf der spnaischen Halbinsel lebten. Nach ihrer Flucht ließen sich die Sepharden zum größten Teil in Siedlungsgebieten des Osmanischen Reiches (Balkan) und in Nordwestafrika nieder. Ein kleiner Teil siedelte sich auch in Nordeuropa an, insbesondere in den Seehandelsstädten der Holland (unter anderem Amsterdam), und in Norddeutschland, zB in Hamburg, aber auch in Frankreich, Italien, in USA, Indien und Afrika. Ihre Kultur beruhte weiterhin auf der iberischen Kultur. IIn Tessaloniki, in Griechenland, befand sich bis zur Besetzung durch deutsche Truppen im Jahr 1941 die wohl größte europäische sephardische Gemeinde.


Grundlage des Judentums ist die Torah, das sind die fünf Bücher Moses, die den für das Judentum wichtigsten Teil der hebräischen Bibel, des Tanach (Torah, Newi-im, Ketuwim) bilden, sowie die die Tora erläuternde Mischnah, traditionell als „mündliche Torah“ bezeichnet.


Nach halachischem Recht gilt als Jude, wer Kind einer jüdischen Mutter ist oder regelgerecht vor einem rabbinischen Gericht zum Judentum konvertiert ist. Insbesondere seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird diese Definition insbesondere in liberalen Gemeinden teilweise nicht mehr akzeptiert. In der hebräischen Bibel ist die Abstammung patrilinear, die Rabbiner haben jedoch einematrilineare Abstammung in der Mischna eingeführt, die seither als halachisch gilt, möglicherweise in Anlehnung an den Grundsatz des römischen Rechts, „pater semper incertus“, der der Tatsache Rechnung trägt, dass seinerzeit lediglich die Mutterschaft eindeutig feststellbar war.


Während das orthodoxe und das konservative Judentum nur als Juden von Geburt an akzeptiert, wer eine Mutter hat, die zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes halachisch gesehen Jüdin war, wird in Gemeinden des Reformjudentums und der Rekonstruktionisten neben der matrilinearen auch die patrilineare Abstammung akzeptiert, vorausgesetzt, das Kind wird jüdisch erzogen.


(Quellen u.a.: wikipedia.org)